Sandstrahlen
Soo damit wir endlich mal wieder etwas weiterkommen, haben wir heute eine große Sandstrahl Box gebaut. Darin können wir jetzt die kleineren Teile vom 220 selbst Sandstrahlen. Ein kurzer Test ist überstanden und sie wird sich bewähren! ![]()
Soo damit wir endlich mal wieder etwas weiterkommen, haben wir heute eine große Sandstrahl Box gebaut. Darin können wir jetzt die kleineren Teile vom 220 selbst Sandstrahlen. Ein kurzer Test ist überstanden und sie wird sich bewähren! ![]()
Am Samstag und Sonntag (13. – 14.03.) haben wir unseren Getriebelehrgang durchgeführt. Zusammen mit noch einigen anderen MVC-Schraubern haben wir in der KFZ- Werkstatt von Christian Oehring viele Stunden mit dem Verstehen und dem Neuaufbau eines Getriebes verbracht. Nachdem wir am Samstag mit Hilfe von Martin Kapp und Dr. Eberhard Ahring einige Stunden theoretisch in das Thema eingeführt wurden, haben wir
mit dem zerlegen unseres Getriebes begonnen. Da wir aber nach wenigen Augenblicken „in das Getriebe“ feststellten, dass es besser wäre dieses so wie es ist zu lassen und nur die beiden Wellendichtringe an der Hauptwelle zu wechseln, haben wir ein anderes, fast baugleiches Getriebe komplett zerlegt, gereinigt und mit Hilfe einer Explosionszeichnung am Sonntag wieder zusammengebaut. Das Getriebe lief ohne Geräusche schön rund. Als das Getriebe soweit wieder fahrbar war, haben wir noch die Schaltung zerlegt und wieder aufgebaut. Jetzt war das Getriebe wieder voll einsatzbereit. Unser Getriebelehrgang war sehr lehrreich und hat uns und unseren Gästen darüber hinaus sehr viel Spaß gemacht.
Heute hatten wir wohl das letzte Demontage-Erlebnis an unserem Rahmen. Eigentlich waren diese Federdome so fest, dass wir dachten, sie wären angeschweißt. Und urspränglich wollten wir sie dran lassen. Auf Drängen unseres frisch wiedergewählten Vorsitzenden haben wir aber doch versucht, die Dinger ab zu kriegen.
Mit dem kleinen Abzieher und sogar mit dem Hammer bewegten sie sich aber kein Stück. Also besorgte Jörg noch schnell leihweise einen größeren Abzieher-Satz. Tooltime war also angesagt, so wie Tim Allen das immer behauptet: Da brauchen wir “Männerwerkzeug”!
Der ganz große Abzieher brachte dabei aber keine Lösung, denn der fand keinen richtigen Halt. Aber eine Zwischengröße brachte den gewünschten Erfolg. Auch die Gummis ließen sich dann ganz einfach herausnehmen und wir werden sie beim Zusammenbau natürlich durch neuteile ersetzten. Interessant dabei ist, dass die Gummihülsen oben kürzer sind als unten.
Und wieder ging ein Tag mit schleifen und schrubben zu Ende. Während leider immernochnicht die komplette Oberseite des Rahmens sauber ist, haben wir unter dem Dreck eine dubiose Nummer gefunden.
Obwohl wir die eigentliche Fahrgestellnummer längst unter dem Lack auf der rechten Seite ungefähr 1 cm unterhalb des Typenschildes und etwas nach links versetzt enddeckt hatten, sind wir bei dieser Nummer etwas ratlos. Erheblich größer, von einer anderen Schrifttype und auf dem ersten Rahmenausleger nach links fanden wir die Ziffernfolge 1405 und in der Zeile darunter fast mittig 2.
Weder unsere alten Hasen, noch Werkstatthandbuch oder Betriebsanleitung konnten uns bei dieser Frage helfen. Wer weiss, was das für eine Nummer ist, soll uns gerne benachrichtigen unter Krefeld@MVConline.de
Lernfähig sind wir ja, das kann uns niemand vorwerfen. Nachdem die Schleifaktion vor Sylvester gezeigt hat, dass man tagelang noch den Schmutz aus allen Poren schrubbt, haben wir uns für ein wenig mehr Schutz entschieden. Ganzkörper-Kondome waren bei Jörg noch neue im Regal. Atem-Staubmasken und Ohrenstöpsel habe ich heute noch flugs besorgt. Nachdem ich, dem frühen Feierabend sei Dank, schon rund eine Stunde Dreck hinter mir hatte, kam dann auch Clemens. Der wollte aber noch keine Lehre aus meiner Erfahrung ziehen und begnügte sich mit Staubmaske und Schutzbrille.
Immerhin haben wir die Oberhälfte des Rahmens jetzt zu 2/3 sauber. Noch ein paar weitere Stunden und wir können drehen und die Unterseite bearbeiten. Für die nächste Woche hat sich Thorsten angesagt. Der will auch an diesem Spaß teilhaben . . .
Tja gestern war es dann tatsächlich soweit. Wir haben angefangen den Rahmen abzuschleifen.
Als Vorbereitung für eine dauerhafte Konservierung muss nunmal erst der alte Dreck, Lack und Rost gründlich entfernt werden. Zu zweit stellten wir uns dieser Herausforderung. Das optimistische Kredo “Dieses Jahr wird der Rahmen noch sauber!” verlor schon ein wenig an Glaubwürdigkeit, als aus dem geplanten Arbeitsbeginn “gegen 9.00″ nach kurzer einvernehmlicher Absprache “gegen 10.30″ wurde.
Wie geplant legten wir dann voller Tatendrang kurz nach 11.00 los!
Dann gings dem Dreck aber auch mächtig an den Kragen. Bewaffnet mit zwei Bohrmaschinen legten wir los. Nach knappen zwei Stunden dann das erste Problem. Mein Werkzeug gab den Geist auf! Es stellte sich schnell raus, dass es sich lediglich um einen kleinen Kabelbruch an der Bohrmaschine handelte. Wir teilten uns zur Problemlösung in zwei Gruppen. Einer kürzte das Kabel an der Bohrmaschine, der andere ging etwas zu essen holen.
Nach drei weiteren Stunden beschlossen wir die Arbeit für diesen Tag ruhen zu lassen. Der Rahmen ist nur zur Hälfte sauber, glänzt und strahlt. Dafür waren wir Tage beschäftigt, den Dreck wieder aus unseren Poren zu bekommen.
Wat tut man nich all…
Nach Rücksprache mit den Getriebe-Spezialisten hat das Jugendprojekt MVC-U25.de jetzt den Workshop zum Thema Getriebe des W187 festgezurrt. In der Werkstatt eines der “Jugendprojekt-Betreuer”, Christian Oehring, wird also am 13. und 14. März der entsprechende Lehrgang stattfinden. Neben den Projekt-Teilnehmern wird die gesamte Aktion auch allen anderen Interessierten und MVC-Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Für Mitglieder des MVC gibt es eine Nenngebühr von Euro 10,00 und für Nichtmitglieder von Euro 20,00. Jugendliche bis 25 Jahre zahlen jeweils die Hälfte.
In diesem 2-tägigen Kurs werden einige Theorie zum Thema Getriebetechnik, Aufbau, Konstruktion und Herstellung vermittelt, sowie ganz praktisch an dem Beispiel des 220 W187 Getriebes eine Überholung stattfinden. Das Getriebe des Jugendprojektes wird zerlegt, vermessen ggf. mit Neuteilen versehen und wieder montiert werden. Ziel der Aktion ist es, am Ende der zwei Tage ein Getriebe zu haben, dass bequem auch die nächsten 50 Jahre übersteht und alle Teilnehmer sollen dabei auch lernen, was in der Box überhaupt passiert, wenn man oben am Hebel “herumrührt”.
Anmeldungen bitte an den MVC Krefeld. Um effektiv arbeiten zu können ist die Teilnehmerzahl allerdings auf 15 begrenzt.
Der heutige Tag war gespickt mit guten Ereignissen: Die Reste der Vorderachse wurden entfernt, die Hinterachse konnte entnommen werden, Flo hat ein selbstzugefügtes blaues Auge und Chris Eickermann vom britischen Magazin Mercedes Enthusiast war vor Ort. Eine Fülle von Bildern wurde gemacht und neben viel schutzigen Händen wurden auch einige Fortschritte deutlich.
Aufgrund zeitlicher Probleme und einem bevorstehenden wechsel des Arbeitsplatzes wird Laura, leider das einzige Mädchen, nach eigenem Bekunden nicht weiter an unserem Projekt teilnehmen können. Schade, denn wir sind ausdrücklich keine reine Männergesellschaft. Aber sei es drum, ihre e-mail war eindeutig und daran wird nichts zu rütteln sein. Ob oder wie wir sie ersetzen, wird demnächst in der Gruppe diskutiert und über die Ergebnisse werden wir berichten.
K
ürzlich war ein Reporter vom Online-Magazin Mercedes-Fans.de vor Ort beim Jugendprojekt des MVC. Zwar konnten zu diesem Termin nur zwei der “Jung-Schrauber” Frage und Antwort stehen, aber die Eindrücke, die die über 50 Fotos vermitteln, können sich sehen lassen. Seit dieser Woche steht der entsprechende Artikel online.
Der sehr positive Bericht soll durchaus auch anderen Mut machen, solch ein Projekt zu initiieren. Für Fragen dazu steht die Projektleitung des MVC-U25.de gerne zur Verfügung.
Auch in Zukunft wird Mercedes-Fans.de dieses Projekt begleiten und sporadisch darüber berichten.
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